Ökologischer Tourismus auf dem Altmain

Am 22. August haben wir zusammen mit anderen Vereinen die „Interessengemeinschaft (IG) Altmain“ gegründet. 

Mit wachsender Besorgnis beobachten wir den Freizeitverkehr auf dem Altmain. Der Altmain steht zu großen Teilen zwischen Astheim und Sommerach unter Naturschutz. Viele Tier- und Pflanzenarten sind hier beheimatet und werden durch den zunehmenden Tourismus bedroht.

Mittlerweile gibt es vier Kanuanbieter, einen Flößer und natürlich die zahlreichen Privatboote etc., die den Fluss bevölkern. Bei einer Zählung durch die IG am Sonntag, den 21.07.2019 wurden innerhalb vier Stunden (12.00 – 16.00 Uhr), über 300 (!) verschiedene „Wasserfahrzeuge“ unterhalb der Hallburg gezählt. Dies war jedoch sogar witterungsbedingt ein relativ schlechter Tag. 

Grundsätzlich ist der Altmain ein wunderbares Biotop, welches natürlich auch zur Erholung genutzt werden kann. Leider ist es aber so, dass dies in Form von Lärm, Müll und sicherlich auch durch Unkenntnis (die Boote fahren teilweise in die Buhnen, in denen gebrütet wird), ausufert. Auch ist die Parksituation sowohl in Volkach, als auch in Astheim und Köhler völlig aus dem Ruder gelaufen. Die Feuerwehr hat Probleme bei der Anfahrt, sodass im Falle eines Notfalls, teilweise gar keine schnelle Rettung möglich ist. Auch die Fährer in Nordheim sind in einer prekären Lage. Sie können, weil am Seil hängend, gar nicht ausweichen, sind aber trotzdem bei Unfällen haftbar. 

Wir sehen hier deutlichen Handlungsbedarf, vor allem in der Information und Aufklärung und haben uns deshalb zu einer IG Altmain zusammengeschlossen. Diese umfasst den Bund Naturschutz, Bündnis 90/Die Grünen, LAMA und die BI Nordheimer Au.

Gerne würden wir mit den Anliegergemeinden und allen Betroffenen die Situation eruieren und ein Gesamtkonzept für den Altmain erarbeiten.

Solche Konzepte funktionieren schon, z. B. an der Isar. Wir sind überzeugt, dass nur gemeinsam eine umweltverträgliche Lösung gefunden werden kann. Die Bürgermeister der Anliegergemeinden haben wir bereits kontaktiert.

Wir bedanken uns bei der Mainpost, die uns interviewt hat und unsere Bemühungen begleitet.